Schultage im Wald - Spielen, Forschen, Lernen

Gemeinsam mit Waldpädagogin Daniela Talker-Huiber und den Klassenlehrerinnen Alexandra Reschen und Kerstin Mörth verlegen die Kinder der Mehrstufenklasse das Klassenzimmer einfach in den Wald. Denn es gibt Spannendes zu entdecken! Der Wald zeigt sich in jeder Jahreszeit von einer anderen Seite und genau dies möchte die Mehrstufenklasse mit allen Sinnen erleben.

Herbst: Im Herbst konnten wir bereits einen spannenden und lehrreichen Forschertag im nahe gelegenen Wald verbringen. Dort bauten wir gemeinsam einen Adlerhorst, erforschten die Natur mit Becherlupen, bastelten Waldgeister und noch vieles mehr.
Winter: Im Winter zeigte uns Daniela viele interessante Dinge aus dem Wald und brachte einen Überraschungsgast mit in die Schule!
Herr Singer, ein richtiger Jäger, begleitet von seiner Hündin Kira, sorgte bei uns für große Begeisterung. Mit viel Geduld zeigte er der Klasse die Ausrüstung und brachte uns die Aufgaben eines Jägers sehr anschaulich näher. Mit einem selbstgebastelten Futterzapfen für die Vögel im Winter, ließen wir den gemeinsamen Tag ausklingen.
Frühling: Am Dienstag, dem 21.04.2015, war es wieder soweit. Wir trafen uns mit der Waldpädagogin Daniela im Dechantwald. An diesem Tag lernten wir einige essbare Pflanzen auf der Wiese und im Wald kennen. Gemeinsam sammelten wir Gänseblümchen, Löwenzahn, Rotbuchenblätter, Vogelmiere und Taubnessel. Aus diesen köstlichen Schätzen der Natur bereiteten wir unsere Jause zu. Auch die Butter für unsere Brote  wurde von den Kindern selbst gemacht. Das Wissensnetz, welches wir gemeinsam aus Seilen bildeten, trug sogar uns Lehrerinnen. Zum Abschluss durfte jeder von uns einen besonderer Herzenswunsch auf einen Stein sprechen. 

Wir freuen uns schon wieder auf den gemeinsamen Waldtag im Sommer.

Warum wir Waldpädagogik in der Schule anbieten?

"Im Wald vom Wald lernen", lautet das Motto der Waldpädagogik. Nicht nur theoretisch im Klassenzimmer sondern auf spielerische Weise sollen die Kinder den Wald erforschen und die Zusammenhänge in der Natur selbst entdecken.
 
Eine wirkungsvolle Umwelterziehung kann am besten durch unmittelbares Erleben und eigenes Entdecken erfolgen. Durch diese direkte Begegnung mit dem Wald soll auch das Verständnis für seinen Schutz und seine Pflege gefördert werden. Denn die Nähe zum Wald erweckt in den Kindern die Liebe zur Umwelt und Achtung vor ihr.

Während es auf der einen Seite zwar ein steigendes Umweltbewusstsein gibt, nimmt auf der anderen Seite die Naturkenntnis ab. Naturkontakte sind aber eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde seelische Entwicklung von Kindern. Eine natürliche Umgebung verleiht den Kindern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die Kinder werden ruhiger und entwickeln mehr Gemeinschaftssinn. In der freien Natur können sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Heute wissen wir, dass kopflastige Information zu wenig ist, um einen positiven Zugang zum Wald, zur Natur und zur Umwelt herzustellen. Durch die Waldpädagogik können Kinder Wissen auf einfache Weise erlernen, indem sie befähigt werden, ihre Sinnesorgane einzusetzen. Der Wald wird mit allen Sinnen erfahren: Das Holz wird ertastet, der Waldboden wird barfuss erfühlt, den Vogelstimmen wird gelauscht, Waldkräuter werden gekostet, es wird mit der Lupe unter die Baumrinde geschaut und Baumharz gerochen.

Kontakt

Schulleitung: VDn Dipl.Päd. Heidemarie Hausegger

Volksschule Köflach
Grazerstraße 4 A-8580 Köflach
Tel: 03144 2752
SKZ: 616111
E-Mail:
vs.koeflach@koeflach-tv.at
Web: http://vskoeflach.blogspot.co.at/

Hier sind wir!